Konzerthaus: Rauchende Colts und Musik aus allen Richtungen [premium]

In good company , so das Motto, ließ das Vokalensemble Company of Music seinen Zyklus ausklingen. Dabei wurden sogar Schießeisen aufs Publikum gerichtet.

Zusammenfassung:

Schwimmende Klänge, die eine Viertelstunde lang vorbeizogen, anschwollen, abnahmen, wieder aufwallten und schließlich verebbten. ... Wie sitzt sie da, die Stadt, die einst voller Menschen war , heißt es in diesen um 1560 entstandenen Klageliedern, mit denen die Company of Music den Abend stimmungsvoll und klangschön eröffnet hatte. ... Als dritte österreichische Erstaufführung How to fold the Wind von Caroline Shaw. Die vielseitige Amerikanerin (Jahrgang 1982) zählt derzeit zu den meistgespielten lebenden Komponistinnen weltweit. Als Zugabe Morgen von Richard Strauss im Vokalarrangement von Company-Mitglied Lukas Haselböck:

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Thriller Monkey über Marilyn Monroe und JFK: Sind sie noch am Leben? [premium]

Der deutsche Autor Jens Feuerriegel erweitert in »Monkey« die vielen Verschwörungstheorien um Marilyn Monroe und JFK um ein Vorstadthäuschen in Arizona.

Zusammenfassung:

Die Monroe wäre am kommenden Montag hundert Jahre alt geworden, tatsächlich starb sie mit 36. ... Und wie immer in einem guten Thriller ist nichts so, wie es scheint. Abgesehen von dem Nervenkitzel werden die Leser und Leserinnen auch auf eine Reise durch den Westen der USA Mitte der 1970er-Jahre mitgenommen. Subkutan wird die Geschichte dieser Zeit erzählt, unaufdringlich und elegant in die Handlung eingeflochten. Als ehemaliger Journalist kennt Feuerriegel nicht nur die Fakten und weiß, wie man recherchiert. Er ist auch vertraut mit den Methoden des Storytellings. Länge, Timing, Spannung und Entspannung, hier stimmt alles.

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Víkingur Ólafsson im Konzerthaus: E-Dur und e-Moll, da capo [premium]

Nochmal, weil's so beliebt war: Der isländische Pianist entzückt seine Fangemeinde ein zweites Mal in Wien mit seinem Programm in E.

Zusammenfassung:

Liebevoll getupfte Abwärtsbewegungen hier, rabiate Exklamationen dort, demonstrative Eile und innige Umschmeichlungen in direkter Nachbarschaft. Partita war teils Windhund-Bach; so manches sehr schnelle Tempo klang eher gehetzt als virtuos. Die hübsche Schubert-Sonate D 566 bot geradezu Mussorgsky-muskulöse Momente, wie auch liedhaft bezaubernde. Das Finale von Opus 109 zeichnete das stürmisch-wilde Portrait von Ludwig van , wie wir es kennen, in Noten nach; ja karikierte es fast. Beethoven hält das aus; man lässt sich mitreißen, während Ólafsson so spielt, als müsse er noch den Zug erwischen. Bach-Bach-Bach als Zugaben brachte den Großen Saal zur Ekstase.

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Faschingsschwank mit Schwankungen: Seong-Jin Cho im Musikverein [premium]
Der koreanische Pianist Seong-Jin Cho gastierte in Wien mit Bach, Schönberg, Schumann und Chopin - und bot ein musikalisches Wechselbad.
Zusammenfassung:

Im Übrigen: Fehlender Zugang lässt sich, wie dieser Schumann wieder einmal bewies, nicht durch outrierte Dynamik ersetzen. ... zu beginnen, diese Reihe ebenfalls brillant - nämlich den beiden Grandes Valses brilllantes opp. und 18 - zu schließen, und dazwischen dem Melancholiker Chopin breiten Raum einzuräumen, garantierte, dass nie der Eindruck von Eintönigkeit aufkam. Ob Cho nicht besser beraten gewesen wäre, sich bei diesem Auftritt ganz auf Chopin zu konzentrieren, oder ihn mit französischem Repertoire zu kombinieren. Etwa Debussy oder Ravel, dessen Klavierwerk er zuletzt beeindruckend eingespielt hat.

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Alexandra Dovgan im Konzerthaus: Ein Klavierabend in Moll und Molton
Die erst 18-jährige Pianistin bot einen stürmischen Prokofiev und einen Bach mit dem Flair eines Konservatoriumsvorspiels.
Zusammenfassung:

Eher war es der diesen Abend lange dominierende Ton, gleich von Bachs Toccata in e-Moll weg. ... Irgendwo zwischen vollmundig und klobig, als wäre die Musik durch einen Weichzeichner gefilmt, ohne dass sich Stimmen jemals lösten. Andererseits kann man bei diesem Plüschkissenanschlag auch nicht vorwerfen, dass Dovgans Anschlag jemals hart oder glasig klang. Ordentlich war das auf alle Fälle, aber mit dem Flair eines Konservatoriumsvorspiels. Mit Abstand am besten gelang die abschließende Sonate Nr. in d-Moll des jungen Prokofiev, deren jugendliche Energie und Vorwärtsdrang hervorragend zur Geltung kam. Ebenso - da fällt der Apfel wohl nicht weit vom Sokolovschen Stamm, die Zugaben von Rachmaninov, Rameau und Chopin.

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Mondschein und virtuoser Sternenregen: Bruce Liu im Musikverein [premium]
Von Bach bis Mompou, von Liszt bis Ligeti: Bruce Liu begeisterte mit einem abwechslungsreichen, kurzweiligen Klavierabend.
Zusammenfassung:

Nichts verschwimmt, selbst die vertracktesten Stellen klingen völlig ungetrübt, kein bisschen verwaschen. ... Liu begann diese Mondscheinsonate ziemlich sachlich, nahm den zweiten Satz lustvoll federnd und formulierte das motorische Presto agitato mit glasklarer Artikulation. ... Nach Zugabe Nummer drei, dem Tanz der kleinen Schwäne aus Tschaikowskys Ballett Schwanensee in der virtuosen Version von Earl Wild, trat der Interpret erstmals an dem Abend vor das Klavier, genoss noch einmal den anhaltenden Applaus und gab mit dem Schließen des Klavierdeckels das Zeichen zum allgemeinen Aufbruch.

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100 Jahre Marilyn Monroe: Die tragische Ikone

Aufstieg und Leben der bekanntesten Frau des 20. Jahrhunderts waren ein\nharter Kampf

Zusammenfassung:

Wegen psychischer Probleme muss sie ihren Job aufgeben und wird in eine Klinik eingewiesen, ihr wird später eine Schizophrenie diagnostiziert. ... Als PR-Gag angelegt, versammeln sich Menschenmassen, um der Schauspielerin bei der für die Zeit bemerkenswert freizügigen Szene zuzuschauen. ... Im selben Jahr wird sie zweimal wegen psychischer Probleme und Tablettenmissbrauchs in Krankenhäusern behandelt. ... Bis heute hält sich die Theorie, die Hollywood-Ikone sei ermordet worden - auch wenn 1982 erneut aufgenommene Ermittlungen zu ihrem Tod mit der Feststellung endeten, dass sie sich mit einer Überdosis Schlaftabletten selbst das Leben genommen habe.

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Kann denn das wahr sein? [premium]

Der deutsche Künstler Thomas Demand ist einer der genialsten Trickster der Gegenwartskunst. Mit gleich zwei Ausstellungen in Wien, im MAK und im Kunstraum Franz Josefs Kai 3, fordert er unsere Wahrnehmung derzeit heraus.

Zusammenfassung:

Obwohl kein einziges seiner eigenen Werke unter den Exponaten am Franz Josefs Kai zu finden ist, fügen sich all diese von mehr oder weniger berühmten Künstler-Freunden, aus Nachlässen oder aus Archiven zusammengesammelten Fotos und Videos zu einer großen Installation von ihm zusammen. ... Von all dem aber liest man nichts Konkretes auf der Info-Tafel, die sich dem Betrachter entgegenreckt, wie bei einem Lehrpfad stehen diese auf eisernen Gestängen vor den Fotos. ... Was ist Wahrheit, was ist Konstruktion und warum nehmen wir der Fotografie, selbst in Zeiten der KI, die hier nicht einmal angerissen wird, immer wieder immer noch soviel ab.

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Besser kann man Peter Thiel nicht dienen [premium]

Die Wiener Festwochen haben den antidemokratischen US-Tech-Mogul wieder ausgeladen. Peinlich und eine vertane Chance.

Zusammenfassung:

Und Milo Rau Intendant eines städtisch finanzierten Festivals ist, das sich durch derartige Spielchen international diskreditiert. Am Samstag schützte Rau in größter Not für seine Thiel-Ausladung sogar nicht überprüfbare interne Proteste ungenannter Festwochen-Künstler vor. Eher wahrscheinlich hat ihn SP-Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler zurückgepfiffen, liest man ihre ungewohnt kritischen Interviews zu Thiels Einladung nur kurz davor. Weniger er wurde vorgeführt, vorgeführt wurde das, was seiner Meinung nach die Welt in den Untergang führt: Besser hätte Milo Rau Thiel gar nicht dienen können.

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Staatsoper: Dieser Siegfried kennt weder Fürchten noch Kräftemangel [premium]
Andreas Schager ist in der Titelrolle von Wagners Siegfried ein Naturereignis, Michael Volle ein Ehrfurcht gebietender Wanderer: Jubelstürme.
Zusammenfassung:

Das ist die hochtheatralische, auf einen einzigen Laut zusammengezogene, aber grundlegend und umfassend gemeinte Protestansprache aller Pubertierenden gegen jegliche erzieherische Intervention - oder gar simple elterliche Präsenz. ... Das poetische Ewig war ich funktioniert da ebenso wie die kraftvoll-leuchtenden Spitzentöne bis hinauf zum hohen C. Dass die beiden auch darstellerisch gut zusammenspielten und auf elementar wirkende Weise zueinander fanden, machte das Schlussduett überdurchschnittlich lebendig und spannend. ... Sein Alberich schöpft in der Deklamation, in den Farben und der Dynamik aus dem Vollen. In allen seinen Invektiven klingt das fundamentale Unrecht an, die tief sitzende Verletzung, die ihm Wotan einst zugefügt hat.

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Musikverein: Der junge Händel in Rom und die Auferstehung Jesu [premium]
Im Oratorium La Resurrezione kämpften unter Martin Haselböck der Sopranist Bruno de Sá als Engel und der Bass Alexandre Baldo als Luzifer gegeneinander.
Zusammenfassung:

Die Figur der Maria Magdalena lässt Händel zwischen den Gefühlsstadien schwanken und unterstreicht dies durch chromatische Schärfung auf der einen Seite und freudige Bewegtheit auf der anderen. Die Sopranistin Ana Maria Labin hatte beides im Talon, während Altist Terry Wey als Maria Cleofe mit manchen Koloraturen zu kämpfen hatte, im Lyrischen aber schöne Linien schuf. Mit herrlichen Bögen und sattem Ton interpretierte Joan Terleira den Johannes. Haselböck ließ das Orchester Wiener Akademie die Schönheiten der reichhaltigen Partitur auskosten - mit Bedacht auf hohe Präzision ebenso wie auf Leichtigkeit. Und er hob beim Applaus zurecht Bläserinnen und Cembalist hervor.

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Patricia Nolz im Musikverein: Singt da eine junge Marschallin Lieder? [premium]
Die junge Mezzosopranistin tendiert ins Dramatische: Ausgerechnet eine Fachgrenzen überschreitende Korngold-Zugabe hinterließ den stärksten Eindruck.
Zusammenfassung:

Die Gabe, auch zurücknehmen zu können ( O kühler Wald ), was in der dynamischen Mittellage dann ausdrucksreich und gefällig klingt. ... Zwar war auch hier noch bisweilen Kraftmeierei und Hochdramatisches zu bestaunen ( Waldesgespräch ), aber spätestens ab der Mondnacht änderte sich der Eindruck: Martineau gab ein Maß an Zurückhaltung vor; Nolz folgte. War engere Vertrautheit mit den Liedern der Grund, dass das Emotionale weniger plakativ klang und Lautstärke nicht die primäre Stellschraube für dramatische Unterscheidung blieb. Plötzlich menschelte es, waren Zwischentöne zu hören. Der Aha-Moment kam in der zweiten Zugabe, Mariettas Lied. Um genau zu sein: Es klang nicht nach Lied, sondern nach einer grandiosen Jung-Marschallin.

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Wohin schwindet das Medienvertrauen? \nZu den Newsfluencern [premium]
Immer weniger junge Menschen konsumieren klassische Medien. Stattdessen informieren sie sich zunehmend über Persönlichkeiten in sozialen Netzwerken. Wer sind die Newsfluencer, denen sie vertrauen - und was machen sie anders?
Zusammenfassung:

Ihr Draht zur Nachrichtenwelt sind jetzt andere Einzelne. ... Plattformen belohnen durch ihre Algorithmen polarisierende Beiträge eher, weil dort die Engagement-Rate höher ist. ... Er selbst tönt in so manchen seiner Videos zwar ein wenig boulevardesk, Meinung und Information versucht er aber strikt zu trennen. ... Begonnen hat sie 2021 mit Political Commentary , einem ursprünglich journalistischen Genre, in dem Aktuelles eingeordnet und kommentiert wird. ... Viele Newsfluencer tun das in der Bio , der Kurzbeschreibung im eigenen Profil. ... Mit dem für Influencer typischen Mini-Mikrofon wird man ihn also nicht zu Gesicht bekommen, auch wird er nicht einfach in ein Smartphone reden.

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Eine Kunstmesse wie ein Volksfest [premium]
Die Affordable Art Fair findet heuer zum zweiten Mal in Wien statt. Die Messe bietet Kunst bis zu maximal 10.000 Euro und will so den Markt demokratisieren.
Zusammenfassung:

Laut Vriesman ist mehr als die Hälfte der Aussteller vom Vorjahr wiedergekommen. ... Wenn man über die Messe schlendert, sieht man vor allem farbenfrohe Kunst, viel figurative Malerei, Fotografie, dekorative Skulpturen und gefällige Arbeiten, die man gern zu Hause aufhängt. Schwierige Konzeptkunst oder politisch aufgeladene Positionen sind aber auch kaum das richtige Programm für ein Publikum, das sich womöglich zum ersten Mal auf einer Kunstmesse umsieht oder sich über einen Kauf wagt. Das ist auch in Ordnung, denn auch dieses Segment hat am Markt eine Berechtigung. Es bietet einer Flut an jungen Künstlern die Chance, ihre Kunst einem breiten Publikum zu zeigen.

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Wiener Festwochen sagen Auftritt von Peter Thiel ab
Der US-Milliardär sollte am 7. Juni bei den Wiener Festwochen über den Antichrist und das Ende der Welt sprechen. Doch es gab zu viele Absagen von Künstlern.
Zusammenfassung:

Diese Absagen würden die Festwochen in einem untragbaren Umfang schwächen, weshalb sich die Geschäftsführung entschlossen habe, die Debatte mit Peter Thiel abzusagen. Nicht um jeden Preis: Ich nehme die kritischen Stimmen sehr ernst. Aus meiner Verantwortung für das Gesamtprogramm musste ich mich leider gegen die geplante Veranstaltung mit Peter Thiel entscheiden, obwohl ich diese extrem spannend und thematisch konsequent gefunden hätte , so Milo Rau. Ein Beharren auf der Veranstaltung stünde aber im Widerspruch zu meiner Wertschätzung für unser künstlerisches Programm und alle daran Beteiligten.

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Die Wahrheit ist: Peter Thiel muss Milo Rau retten [premium]
Die kuriose Festwochen-Diskussion darüber, ob man Tech-Investor Peter Thiel wieder ausladen soll, und das Programm dieses Wochenendes zeigen eines: Milo Rau braucht Thiel jetzt unbedingt.
Zusammenfassung:

Das wäre eine vertane Chance, so war lange der Tenor, Thiel habe zu viel Einfluss, man dürfe ihn nicht ignorieren, müsse verstehen, wie er tickt , außerdem müsse er sich hier zumindest einmal vor einer Öffentlichkeit verantworten. ... Aber nicht nur wegen dem Aufmerksamkeit versprechenden Skandal: Die Diskussion mit ihm wird sicher interessanter und lehrreicher als alle Festwochen- und auch sonstigen österreichischen Debatten über ihn. Juni findet im Rahmen der Wiener Festwochen im Hotel InterContinental eine. Einen Livestream wird es aus rechtlichen Gründen keinen geben. Eine Aufnahme der Veranstaltung soll jedoch später veröffentlicht werden.

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Grafenegg: Jetzt hat Rudolf Buchbinder seinen eigenen Saal [premium]
Die Reitschule wurde zum Kammermusiksaal: Standing Ovations für den Festival-Intendanten und seine Freunde bei der feierlichen Eröffnung.
Zusammenfassung:

Rudolf Buchbinder, der Namensgeber des neuen Kammermusiksaals in Grafenegg, Rudolf Buchbinder, als Bronzebüste in dessen Stiegenaufgang präsent, Rudolf Buchbinder auf der Bühne als Solist, im Liedrepertoire und als Kammermusiker Fast vergaß man, dass da ja auch der Mensch Rudolf Buchbinder war - und dass Ehre auch eine Bürde sein kann. ... Dass das akustisch keine Probleme mit sich bringt, dafür sorgte das mit Grafenegg bereits vertraute Münchner Ingenieursbüro Müller-BBM: ... Zukunftsträchtig gibt sich das Programm im Buchbinder-Saal schon am 6. Juni: mit Auftritten von Ensembles der European Chamber Music Academy.

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Konzerthaus: Mit Mozart und Brahms im Quintett-Himmel [premium]
Das Belcea Quartet und die Bratschistin Tabea Zimmermann spielten Streichquintette: herausragend.
Zusammenfassung:

Und, wie sich gleich in den ersten Takten von Mozarts g-Moll-Streichquintett KV 516 zeigte, sein Klang mischte sich derart ideal mit den drei Belceas, als wäre er deren Stammcellist. ... Daran hatte auch Tabea Zimmermann reichlich Anteil, bei Brahms am zweiten Pult. Noch mehr konnte die führende Bratschistin der Gegenwart ihre tonlichen Vorzüge und gestalterische Kompetenz bei Mozarts ausspielen, in diesem Fall als erste Bratscherin. Schon hier faszinierten die fünf durch eine klug disponierte, dramatisch-eloquente Darstellung. In der Art der Artikulation und der Prägnanz der Phrasierung leuchtete dabei mehrfach das Vorbild der Belceas hervor:

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